Goldwaschkurs 24.06.2017

Fröhliches Goldwaschen am Rhein

Gold waschen kann ganz schön anstrengend sein. Aber auch fröhlich. Und ziemlich nass. Nicht nur jede Menge Spaß und einen traumhaft schönen Sommertag erlebten die Teilnehmer an diesem Samstag nördlich von Neuenburg am Rhein. Gleich zwei Teilnehmer wechselten unfreiwillig ihre trockene Bekleidung in klatschnasse um. Sie hatten offenbar nicht aufgepasst, plumpsten in eine zuvor von den Teilnehmern selbst gegrabene Vertiefung aus und lagen plötzlich quer im Wasser. Da bleib kein Kleidungsstück trocken. Nach dem ersten Schreck und der unfreiwilligen Erfrischung mussten beide über sich selbst lachen. Ein Glück, dass das Wasser recht warm war.

Dabei hielt dieser Goldwaschtag noch einige Überraschungen mehr parat. Als wir auf der Geröllbank eintrafen, waren bereits mehrere „Profi“-Goldsucher eifrig dabei, dem Fluss das wertvolle Metall zu entreißen. Ein Paar aus Villingen, meine Freunde Petra und Andreas, hatte bereits einen beachtlichen Kiesberg aufgeschüttet, der im Fluss wie eine kleine Insel wirkte. Später zeigten uns die beiden ihre bisherigen Funde. Und dann war mir klar, weshalb sie stur nur an dieser einen Stelle gruben.

Offenbar waren sie schon mehrere Tage hier bei der Arbeit. Die beiden haben übrigens eine perfekte Arbeitsteilung: Während Andreas Flusssand ausgrub, siebte und mit der Waschrinne konzentrierte, übernahm Petra per Goldwaschpfanne die abschließende Feinarbeit. Sie tupfte die Goldflitterchen aus der Pfanne in das Aufbewahrungsgläschen.

Am späten Nachmittag bekam eine Goldwäscherin unfreiwilligen Besuch – von einer Schlange. Das Tier – offenbar selbst ziemlich erschrocken – verkroch sich aber blitzschnell ins Gebüsch und erklomm sicherheitshalber einen Baum. Dort konnten wir es noch eine Weile bewundern.

Abgesehen von diesen Erlebnissen verlief der Abenteuertag genau so, wie er sein sollte: Wir gruben eifrig den Sand zwischen den großen Kieselsteinen heraus, siebten ihn und wuschen das Gemisch mit den Pfannen aus. Einige Teilnehmer beherrschten die richtigen Rüttel- und Schwenkbewegungen recht früh, bei anderen dauerte es ein wenig länger, so dass letztlich alle Teilnehmer selbst erwaschenes Rheingold in ihren Gläschen hatten und damit mit nach Hause nehmen konnten. Was für ein Anblick! Wie die kleinen Goldflitterchen im Sonnenlicht aufblitzten! Einfach fantastisch.

Schade nur, dass einige Leute unentschuldigt fern blieben. Sie waren einfach nicht gekommen, ohne mich zu informieren. Sie haben einen herrlichen Goldwaschtag verpasst. Ein herzliches Dankeschön die Teilnehmer dieses schönen Tages!

Ein Kommentar

  1. Es war ein gelungenes Event. Die Stimmung war super, und als wir tatsächlich unser erstes Gold gefunden haben konnten wir es kaum fassen.
    Super war auch, das wir unser mitgebrachtes Fleisch grillen konnten. Es hat einen mords Spaß gemacht. Schade das von uns keine Bilder im Netz sind. Wir kommen bestimmt nochmal wieder.

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