Goldwaschkurs 13.05.2017

Sonnenschein den ganzen Goldwaschtag über.

Einen so herrlichen Sonnentag von Anfang bis Ende hatten wir schon lange nicht mehr beim Goldwaschen am Rhein. Wenn ich dran denke: Letzte Woche kämpften wir noch gegen den Dauerregen an. Spaß hat’s dennoch gemacht. Und heute Sonne pur! Da macht das Schürfen einfach Spaß. Den hatten auch die Teilnehmer.

Als wir auf der Geröllbank nördlich von Neuenburg ankamen, waren bereits zwei Goldsucher aus Villingen vor Ort. Wegen des geringen Wasserstandes hatten Petra und Andreas ihre Rinnen am unteren Ende der Goldseife installiert. Die Strömung wurde durch eine aus großen Kieselsteinen gebaute trichterförmige Einfassung erzeugt.

Für die Teilnehmer dieses Goldwaschtages ging es aber erst einmal darum, den Umgang mit der Waschpfanne zu erlernen. Denn obwohl der Umgang mit diesem wichtigsten Goldsucherwerkzeug so leicht anmutet, umso schwieriger ist letztlich die Handhabung. Zunächst wurde das Steine-Sand-Gemisch ausgesiebt, dann der Sand mit Rütteln und Ausschwenken bearbeitet, bis sich die schweren Bestandteile auf den Boden setzten und die leichten Sande über den Pfannenrand hinausgespült wurde. Dieser Vorgang wurde so lange wiederholt, bis letztlich nur noch ein Konzentrat aus schweren Mineralien übrig blieb.

Und tatsächlich! Bereits in der ersten Pfanne glänzten die ersten beiden Goldflitterchen. In den weiteren tauchten ebenfalls Goldstückchen auf. Sie waren winzig klein, ließen aber die Augen der Teilnehmer umso heftiger leuchten.

„Das geht ja einfach!“ freute sich ein Goldsucher – und wurde bei der nächsten Pfanne schon leichtsinnig. Ruckzuck hatte er den gesamten Sand fortgespült und vermutlich auch das darin enthaltene Rheingold. Also ging’s fortan nur noch gemächlich weiter. Das wurde mit weiteren Funden belohnt.

Das einzige Kind unter den Teilnehmern, das im übrigen die ersten beiden Funde verzeichnen konnte, hatte in einem unachtsamen Augenblick das Aufbewahrungsgläschen verloren und sah ziemlich traurig aus. So verhalf ich ihm, neue Funde zu machen. Schließlich galt auch heute mein Slogan: „Keiner geht mir ohne Goldfunde vom Platz!“ Ganz nebenbei bemerkt: Die Erfolgsquote von 100 Prozent wurde natürlich auch heute wieder erreicht.

„Keiner geht mir ohne Goldfunde vom Platz!

Um die Mittagszeit setzten wir dann die drei Goldwaschrinnen ein. Wir nutzten dazu den trichterförmigen Damm, den Petra und Andreas begonnen hatten, und bauten ihn noch weiter aus. Und siehe da: Ab sofort wurden mehr Funde als zuvor gemacht.

Am Tagesende sollte sich dann der Wetterbericht, der eigentlich schon ab Mittag heftige Regenschauer angekündigt hatte, Recht behalten. Die Sonne verschwand. Von Südwesten zog eine schwarze Wolkenwand auf. Aber das störte uns nicht mehr, denn die ersten Regentropfen fielen erst vom Himmel, als wir den Goldwaschplatz verließen.

Ein herzliches Dankeschön an alle! Übrigens auch an das Villinger Goldwäscherpaar. Der Cappuccino schmeckte prima!

 

2 Kommentare

  1. War echt ein toller Tag, das Wetter war top, & trotz Anstrengung hat es echt viel Spaß gemacht!
    Herr Andorf hat uns super angeleitet & war für alle Fragen offen. – Immer wieder gerne, DANKE!
    🙂

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