Goldwaschkurs 11.06.2017

Hitze pur am Goldwaschplatz

Heißer kann’s fast nicht mehr werden wie an diesem Sonntag, als wir bei Istein beim Goldwaschen waren. Der Rheinpegel war wieder ein Stückchen gefallen, so dass die riesige Geröllbank beim Rheinkilometer 179 fast komplett im Trockenen lag. Ein Glück, denn unmittelbar am Rheinufer säumten hohe, schattenspendende Bäume ein wenig Kühlung.

Hin und wieder strich auch ein laues Lüftchen durch die Äste. Es war heiß und schwül. Doch viel wichtiger: Natürlich konnte jeder Teilnehmer selbst gefundenes Rheingold mit nach Hause nehmen. Und eine nette Erinnerung an einen traumhaft schönen Abenteuertag.

Diesmal hatten wir uns beim Kurhaus in Bad Bellingen getroffen. Von dort aus sollte es zum Goldwaschplatz gehen. Bis kurz vor der Abfahrt wusste ich noch gar nicht, wie viele Teilnehmer heute kämen.

Denn an den Vortagen hatten sich etliche aus den unterschiedlichsten Gründen an- und abgemeldet. Einmal wurde eine plötzliche Erkrankung genannt, ein andermal waren es die angekündigten sommerlichen Temperaturen. Die meisten der nicht gekommenen Anmeldungen hatten sich leider nicht entschuldigt. So ließ ich mich einfach überraschen.

Schade für die Weggebliebenen, denn sie haben etwas verpasst. Und zwar einen herrlichen Goldwaschplatz auf einer traditionellen Goldseife. Zahlreiche andere Goldwäscher waren ebenfalls vor Ort und zeigten gerne ihre bis dahin gemachten Funde oder stellten ihr Arbeitsgerät vor. Darunter waren ebenso Freunde aus Rastatt, die immer wieder gerne hierher kommen. Diesmal hatten sie eine selbst gebastelte Goldwaschrinne dabei, ausgestattet mit einer batteriebetriebenen Pumpe. Das einfache Gerät funktionierte prächtig.

Mit meinen Kursteilnehmern hielt ich mich in Ufernähe oberhalb der Geröllbank auf. Dort hatten wir genügend Wasser, um den goldführenden Sand auszusieben und mit den Pfannen auszuwaschen. Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Goldflitterchen auftauchten. Unser kleiner Hotspot war gefunden.

Schon recht bald konnten die mitgebrachten Goldwaschrinnen in die Strömung gelegt werden. Allerdings war die geeigneteste Stelle ein kleines Wegstück entfernt, so dass wir vom Hotspot den Sand ein Stück weit zu den Rinnen transportieren mussten.  Das war ganz schön anstrengend. Aber alle machten mit Begeisterung mit, schließlich ging es ja darum, so viel des gelben Metalls wie möglich zu finden – und mit nach Hause nehmen zu können.

Erst am späten Nachmittag – wir alle waren ganz schön geschafft – wurde der Grill angemacht. Bis zum Schluss beziehungsweise bis ich aufräumte und gehen musste ließen wir es uns noch mal so richtig gut gehen. Übrigens, fast alle Teilnehmer wollten – wie schon am Vortag – den Abend hier am idyllischen Rheinufer ausklingen lassen – mit Grillen und Schwimmen.

 

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