Goldwaschkurs 10.06.2017

Zwei Panzerknacker feierten Jubiläum

Das sieht man auch nicht alle Tage am Ufer des Rheins: Diesmal waren zwei Panzerknacker beim Goldwaschen dabei. Nein, nicht was Sie denken! Das Pärchen aus Achern hatte Silberne Hochzeit gefeiert. Freunde hatten die beiden dann zu einem Abenteuertag eingeladen, sie aber zuvor nicht informiert, was auf sie zukommen würde.

Erst bei der Begrüßung vor dem Neuenburger Rathaus erfuhr das Jubelpaar, was heute anstand: Goldwaschen am Rhein.

Der Tag hätte bessere nicht sein können. Sonnenschein pur, blauer Himmel und eine fantastische Stimmung bis in die Abendstunden. Was kann es schöneres geben. Und nebenbei gab’s natürlich auch noch Gold. Das mussten die Teilnehmer allerdings selbst schürfen.

Vom Rathaus fuhren wir erst einmal ein Stückchen entlang des Altrheins nach Norden und bogen dann direkt zum Rheinufer ab.

Dort wurden die Autos auf den großen Waldparkplatz abgestellt. Direkt unterhalb – hinter dem kleinen Rheinwald – wartete das Gold im Sand der Geröllbank auf uns. Als wir eintrafen und die Gerätschaften wie Pfannen, Schaufeln und Siebe ausgepackt hatten, wurden wir sogleich von einem Goldsucherpaar aus Villingen begrüßt. Die beiden waren eine halbe Stunde zuvor eingetroffen und schürften bereits mit großem Elan nach dem gelben Metall.

Aber keine Sorge, sie konnten uns nicht das gesamte Rheingold weggraben. Denn die Geröllbank ist riesig und die Arbeit ist ziemlich schweißtreibend. Deshalb und angesichts der sommerlichen Hitze bat ich die Kursteilnehmer immer wieder darum, langsam zu arbeiten, zwischendurch immer mal etwas zu trinken und sich Zeit zu lassen. Viel Zeit! Schließlich handelte es sich hier um einen Goldwaschkurs.

Von diesen ermahnenden Worten ließen sich einige jedoch überhaupt nicht abhalten, um möglichst rasch das begehrte Metall zu orten und in die Gläschen zu tupfen. Jede Minute, in der nicht gegraben, gesiebt und Waschpfanne gerüttelt wurde, könnte ja eine verlorene Minute sein.

Kurz nach Mittag eröffnete ich die Grillstelle und rief  alle zum gemeinsamen Essen ans schattige Ufer. Dort wurde aufgetischt, was der Grillrost an Kapazität hergab und die mitgebrachten Teller fassten. Während es sich die Teilnehmer schmecken ließen, erzählte ich noch etlich Geschichten rund ums Gold, aber schon bald gingen die ersten wieder zurück ins untiefe Wasser, schwenken die Pfannen.

Übrigens, diesmal wurde mein Zeitplan völlig durcheinander gebracht. Noch bis in die Abendstunden blieben wir fast vollzählig am Ufer. Wenn ich am nächsten Tag nicht einen weiteren Kurs gehabt hätte, für den ich die Vorbereitungen treffen musste, wäre ich sicherlich noch viel, viel länger geblieben. Schade, aber es ließ sich nicht ändern. Über die Hälfte der Teilnehmer hatten sich entschlossen, noch eine Weile länger zu bleiben und vielleicht auch dem Sonnenuntergang am Rheinufer zuzuschauen.

Vielen, vielen Dank allen Goldwäschern! Es war super!

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