Goldwaschkurs 06.05.2017

Plötzlich schwamm ein Fisch in der Pfanne.

Lustig war’s und ziemlich regnerisch. Dennoch hielten sich die Teilnehmer dieses Goldwaschtages wacker. Mit dabei war diesmal eine Gruppe von Kindern mit zwei Betreuern sowie zwei Goldsucher aus Neuried bei Offenburg. Die beiden Ortenauer haben das Goldwaschen als ihr Hobby entdeckt, viele Videos gesehen und viel darüber gelesen und wollten nun lediglich noch das theoretische Rüstzeug mit auf den Weg bekommen sowie die Praxis erlernen.

Warum findet man Gold nur an bestimmten Stellen? Ist das Rheingold nicht gleichmäßig verteilt? Woher kommt das gelbe Metall eigentlich und wie funktioniert die Waschpfanne eigentlich? Fragen über Fragen. Alle konnten zufriedenstellend beantwortet werden. Den großen als auch den kleinen Teilnehmern war jedoch eines besonders wichtig: Selbst einmal richtiges, echtes Gold zu finden. Klar, versprach ich allen, jeder werde Gold mit nach Hause nehmen. Und versprochen ist schließlich versprochen.

Das Goldwaschen ist ja so spannend…

Schön auch, dass am Goldwaschplatz nördlich von Neuenburg schon drei andere Goldsucher mit großem Eifer nach dem legendären Rheingold schürften: Petra und Andreas aus Villingen sowie Hans aus Rastatt. Meine Teilnehmer ließen die Gelegenheit nicht entgehen, auch diese „Profis“ mit Fragen zu löchern.

Alle Teilnehmer, auch die Kinder, hatten die Technik relativ rasch erlernt. So konnten wir schon sehr früh die Goldwaschrinnen in die Strömung setzen. Während wir Sand aussiebten und den Sand in die Rinnen transportierten, hatten ein Kind plötzlich einen Fisch in der Pfanne. Helle Aufregung bei allen! Der Fisch wurde natürlich wieder rasch zurück ins Wasser gesetzt, wo er sich ganz bestimmt viel wohler als in der Goldwaschpfanne fühlte.

Nachdem die Rinnen eine Weile mit immer neuem Sand befüllt wurden, ging es daran, das Konzentrat mit der Pfanne auszuwaschen. Und tatsächlich: Jetzt waren mehr Goldflitterchen zu sehen als zuvor, als wir noch jede „Ladung“ einzeln auswuschen.

Hatte uns die Bewölkung anfangs noch nicht viel ausgemacht, so setzte um die Mittagszeit ein Dauerregen ein. Die Erwachsenen und ich bauten den Grill auf, ließen Würstchen darauf bruzzeln. Ein mitgekommener Papa hatte noch eine große Plane im Auto, die er zwischen den Bäumen aufhängte und so einen Schutz vor dem Regen bot. Doch viel Gebrauch wurde von dieser Möglichkeit nicht. Viel interessanter war, ob man noch mehr, viel mehr Gold aus dem Rhein holen könnte… Bis letztlich das Regenwasser ziemlich ungemütlich wurde. Das war der richtige Zeitpunkt für die Kleinen, um aufzubrechen.

Die Neurieder Goldsucher sowie die drei „Profis“ blieben noch eine Weile. Gemeinsam schimpften wir über den Wetterbericht, der den Regen eigentlich erst für den späten Nachmittag angekündigt hatte. Gleichzeitig aber freuten wir uns über die noch immer herrlich glänzenden Goldfunde.

Liebe Goldsucher, hat Euch das Goldwaschen gefallen? Dann schreibt unten einen kleinen Kommentar.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und die Kollegen! Es war schön, mit ihnen nach dem gelben Metall zu schürfen, wenngleich das Wetter gar nicht mitmachen wollte.

Schade auch, dass heute (wieder einmal) etliche angemeldete Teilnehmer nicht kamen und sich auch nicht abgemeldet hatten. Sie ließen uns beziehungsweise mich „im Regen stehen“. Schade! Und dennoch: Es war ein schöner und diesmal ganz untypischer Goldwaschtag.

 

2 Kommentare

  1. Es war ein schöner und erfahrungsreicher Tag trotz des Wetters!!!
    Ja, und was gefunden haben wir auch noch ; )

    1. Hallo Simon, ich freue mich, dass es Euch gefallen hat. Ja, das Wetter war auch nicht nach meinem Geschmack. Aber wir haben es dennoch gut gemeistert. Und Ihr beide wart ja bestens eingekleidet, da konnte kein Regenwasser durch. Für mich war ein solcher Regentag auch Premiere. Dennoch hat’s mir mit Euch allen Spaß gemacht. Goldige Grüße: Franz der Goldsucher

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