Goldwaschen am Rhein 28.07.2018

Schleierwolken bescherten uns einen angenehmen Sommertag

Endlich! Schatten! Seit Wochen hält uns Goldsucher die Sonne gefangen, beschert uns einen Hitzerekord nach dem anderen. Aber an diesem Samstag war alles anders. Nach einem sonnigen Morgen schenkten uns Schleierwolken Schatten. Fast den ganzen Tag.

Noch bei der Begrüßung in Bad Bellingen standen wir unter einem tiefblauen Himmel. Es sollte ein Tag wie die vielen anderen in diesem Sommer auch werden. Dachten wir. Doch kaum am Goldwaschplatz südlich des Thermalortes eingetroffen, änderte sich das Bild sehr rasch. Dabei hatte ich meine heutige Truppe die ganze Zeit damit getröstet, unser Basislager würde unter schattenspendenden Bäumen eingerichtet – riesige und dichte Rheinwaldbäume. Ich konnte ja nicht ahnen, dass sich der Schatten gleich über den ganzen Rhein legte.

Der Goldwaschplatz beim Rheinkilometer 179 ist einer der beliebtesten überhaupt. Deshalb waren bereits einige andere Kollegen vor Ort, echte Profis, die ihrer Leidenschaft bereits seit Stunden nachgingen. Und die hieß: Gold finden, so viel wie möglich.

Hatten meine heutigen Teilnehmer zunächst gedacht, vor Ort schweißgebadete Digger vorzufinden, der sah sich nun getäuscht. Die Profis hockten beinahe bewegungslos vor ihren Rinnen, schaufelten hin und wieder ausgesiebten Sand hinein, beobachteten das Strömungsverhalten und tupften immer mal wieder etwas von der Matte. Und was sie heraustupften, war Gold.

Diese Goldflitter schürfte Goldsucher Hans aus dem Rheinsand.
Zwei Goldsucher beim Schürfen: Rolf und Hans.

So etwas wollten meine Teilnehmer natürlich auch haben. Also ging’s rasch ans Werk: schaufeln, sieben und Pfanne schwenken. Das hört sich einfach an und sieht auch ziemlich leicht aus, aber wer das erste Mal eine Pfanne in der Hand hält, merkt sehr schnell, wie schwierig das Rütteln sein kann. Denn es kommt auf die richtige Technik an.

Nach einigen Übungen hatten alle die (fast) perfekte Handhabung, schwenkten, rüttelten, gossen leichte Sandteile über den Pfannenboden hinaus – und fanden ihr erstes, selbst geschürftes Rheingold. Es waren winzige Flitterchen mit dem berühmten, kräftigen Goldglanz.

Goldglanz von ganz besonderer Größe hatte ein Teilnehmer, der mich plötzlich zu sich ruf. Doch ein kurzer Blick genügte, als ich die vermeintlichen Nuggets als angemalte Kiesel entlarvte. Es wäre ja auch zu schön gewesen!

Übrigens, am späten Nachmittag verzogen sich die Schleierwolken gänzlich und bescherten uns den für diesen Sommer üblichen blauen Himmel – mit entsprechend hitzigen Temperaturen.


Goldwaschen am Rhein beim Goldsucher

4 Kommentare

  1. Nochmal vielen Dank für den wunderschönen Tag mit faszinierenden Eindrücken bei einem besonderen Erlebnis.
    Wir sind zwar keine schwäbischen Rockefeller geworden, aber wir haben unser eigenes Gold gefunden. Goldprofi Franz-Josef könnte sogar meinem Sohn, den er liebevoll immer Professor nannte, noch viel zeigen, erzählen und beibringen.
    Rundum ein wunderschöner Tag und war meine Geburtstagsfeier – eine super Idee.
    Danke sagt Oliver mit Familie

  2. Wer hat es erfunden ? DIE SCHWEIZER 🙂
    Nochmals herzlichen Dank.
    Wir hatten einen super tollen Tag und eine Ausbeute vom 5 Goldflitter :-))
    Es hat riesigen Spass gemacht und wir können es nur allen bestens weiter empfehlen.

    Liebe Gruess von den Schweizern

    Nicole und Michael

  3. Hallo Herr Andorf, vielen Dank für den wunderschönen Tag. Wir haben sehr viel bei Ihnen gelernt und kommen gerne wieder!
    Familie Krüger aus Herzfelde & Rheinfelden

  4. Glückauf
    Vielen Dank für den tollen interessanten und erlebnisreichen Tag. Er war perfekt organisiert. Das Wetter und auch die Goldwaschgruppe war super. Es hat uns riesigen Spaß gemacht. Nun sind wir vom Goldrausch infiziert und kommen sicher wieder an den Rhein zurück.
    Stephan und Florian

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