Goldwaschen am Rhein 23.07.2017

Kleine Goldsucher auf der Suche nach dem Riesennugget

Ziemlich quirlig war die Goldsuche am Sonntag bei Istein. Gleich eine ganze Kinderschar aus dem Markgräflerland wollte das ganz große Riesennugget mit nach Hause nehmen. Nun, den riesigen Fund haben wir zwar nicht gemacht, aber dafür gab’s für jeden viele kleine Goldflitterchen und ein Erlebnis, wie sie es so nicht erwartet hatten. Mit dabei war auch eine Familie aus Düsseldorf, die ebenso ein wunderschönes Abenteuer am Rheinufer erlebte.

Wie mühselig die Suche nach dem sehr seltenen, gelben Metall sein kann und dass man die kleinen Goldstückchen dennoch aus Sand herauswaschen kann, das überraschte wohl einige. Ganz nebenbei haben alle eine Menge gelernt. Beispielsweise dass die Kieselsteine aus unterschiedlichen Mineralien bestehen und diese wiederum aus den verschiedensten Elementen. Das wiederum ist die Ursache, weshalb sich gleich große Steine dennoch im Gewicht unterscheiden.

Gold ist bekanntlich extrem schwer, die Kieselsteine sowie die Sande wiederum relativ leicht. Der Trick besteht lediglich darin, aus den leichteren Sanden das schwere Gold herauszuwaschen. Wendet man die richtige Waschtechnik an, bleibt letztlich nur noch Gold in der Pfanne übrig, umgeben vom schwarzen Sand. Dieser besteht aus Magnetit, ist nicht nur magnetisch, sondern deutlich schwerer als die umgebenden Sande. Und er unterscheidet sich farblich von den helleren, leichten Sanden.

Das alles lernten die kleinen Goldsucher, aber auch, wie man mit einfachen Mitteln ein Goldgräber-Lagerfeuer macht. Ganz ohne Geräte. Dazu sind lediglich Grillkohle sowie Anzünder nötig sowie ein Grillrost, auf dem die Würstchen gelegt werden. Weil Grillkohle zwar die nötige Hitze erzeugt, aber ganz unspektakulär verglüht, kamen einige der Kinder auf die Idee, zusätzlich noch trockenes Holz zu sammeln. Und siehe da: Das Lagerfeuer qualmte ganz heftig. Danach wurden die Würstchen an Stöcken in die Hitze gehalten. Nun schmeckten sie noch viel, viel besser als sonst. Da machte es nichts, wenn das eine oder andere mal eine dunkle Kruste hatte.

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Am späten Nachmittag ging es daran, noch mehr Gold aus dem Sand zu gewinnen. Hierfür hatte ich für die Kinder und die Düsseldorfer Familie Goldwaschrinnen in die Strömung am Flussufer gelegt. Nun musste lediglich noch von der Grabungsstelle der goldhaltige Sand zur Rinne getragen werden. Während die Erwachsenen fleißig schaufelten, trugen die Kleinen das Material zu den Rinnen mit dem Ergebnis, dass beim sogenannten Cleanout zahllose Goldstückchen als Belohnung winkten.

Als Goldwaschplatz hatte ich diesmal den Rheinkilometer 179 ausgewählt, zu dem wir vom Treffpunkt in Bad Bellingen hingefahren waren. Der Platz liegt ein paar Fahrminuten südlich des Kurortes.

Beinahe hätte ich noch etwas Wichtiges versäumt, denn vor Ort waren noch etliche andere Goldsucher, darunter Hans und Damien aus Rastatt sowie Jürgen aus Karlsruhe. Die drei Profis zeigten den Kindern sehr gerne ihre Funde und erklärten ihnen ebenso einige Kniffe, die nur echte Goldsucher kennen. Ihnen sowie allen Kindern und natürlich den Eltern ein super schönes Dankeschön!

 

 

2 Kommentare

  1. Lieber Franz,
    ja-es war ein tolles Erlebnis und auch ein lehrreiches. Der Muskelkater blieb meinerseits verblüffenderweise aus- aber auf der Rückfahrt war es seeerh leise im Auto 🙂 Die Kinder hatten einen riesigen Spaß und haben viele hundert Meter zurückgelegt um eifrig Material zur Rinne zu tragen. Ich finde es erstaunlich, dass die Jungs und Mädels zufrieden mit ihrer Ausbeute waren- kein einziger der jungen Goldwäscher zeigte Enttäuschäuschung ob der zarten, glänzenden Flitter…das finde ich toll!! Das Erlebnis an sich hat einfach gezählt- einzig bei 2 Jungs zerbrachen die Gläschen oben am Stöpsel….das Gold jedoch hatte sich im Röhrchen gehalten und nur das Wasser hatte sich den Weg in die Hosentaschen gesucht. Natürlich hat das Feuerchen das Abenteuer komplett gemacht- vor allem die Jungs kokeln und zündeln für ihr Leben gern.
    Ein kleiner Goldsucher hat bei seiner Familie schon klares Interesse angemeldet demnächst einen Familienausflug an den Rhein zu machen. So wir dann das Taschengeld aufgebessert 😉
    Für ein absolut tolles Flair haben natürlich auch die „proffessionellen“ Goldsucher beigetragen. Hat der eine bereitwillig seine Schätze gezeigt, so hat der andere tunlichst darauf bedacht, dass die Kinder ja keinen Kiesel in sein Grabegebiet schieben…diese waren auf jeden Fall von der Ernsthaftigkeit des Unterfangens beeindruckt.
    Zu guter letzt ein großes Lob an dich, Franz, dass du auch inmitten einer solchen Rasselbande ein sonniges Gemüt behälst und die Gruppe in Bewegung hältst- das schafft nicht jede(r).
    Viele schöne Flitter wünsche ich Dir noch und bis vielleicht einmal wieder auf Goldsuchers Wegen,
    Agnes, Mama vom Geburtstagskind Johannes

    1. Liebe Agnes, über eine so schöne Beurteilung muss man sich einfach riesig freuen. Herzlichen Dank! Schön, dass es den Kindern so gut gefallen hat. Auch für mich war es ein riesiges Erlebnis, mit einer so quirligen Rasselbande auf Goldsuche zu gehen. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal am Rhein wieder. Natürlich auf der Suche nach dem Riesennugget. 😉 Herzliche Grüße an Dich, dem Geburtstagskind Johannes und die komplette Rasselbande! Franz der Goldsucher

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