Goldwaschen am Rhein 22.07.2018

Goldiger Hochsommertag am Ufer des Altrheins

Es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch: hochsommerliches Wetter, ein tiefblauer Himmel, Sonne pur und dazu noch die einzigartig schöne Uferlandschaft des Altrheins. Und mittendrin suchten wir nach dem legendären Rheingold. Mit Pfanne und unter Einsatz vieler Schweißtropfen. Alle fanden Gold!

Bingo! Der Tag hätte schöner gar nicht sein können. Einfach alles stimmte. Wirklich auch alles? Einen kleinen Schönheitsfehler machte ich bereits in den frühen Morgenstunden aus: Der Wasserstand war für die Goldwaschbänke bei Neuenburg am Rhein ein wenig zu hoch. Die Gräser am Uferrand standen im Wasser. Deshalb empfahl ich den teilnehmenden Goldsuchern, von Neuenburg zu einem höher liegenden Flussabschnitt aufzubrechen. Die dortige Waschbank liegt deutlich höher.

Gesagt, getan. Endlich am Ziel angekommen, erwarteten uns bereits zahlreiche andere Goldwäscher. Offenbar hatten sich hier alle Digger vom Oberrhein versammelt. Freunde aus dem Dreiländereck waren ebenso da wie aus dem Nordbadischen. Der Rheinkilometer 179 ist unter Insidern längst kein Geheimtipp mehr; dennoch führt die Geröllbank noch immer eine ergiebige Menge des gelben Metalls. Bei jedem Hochwasser und der damit verbundenen heftigen Strömung wird hier neues Gold angeschwemmt. Wenigstens einen Teil davon wollten wir heute erwaschen.

Ziemlich rasch war die Einführung ins erfolgreiche Goldwaschen erledigt, schnell die erste Pfanne und damit die Technik vorgeführt (leider war in dieser Testpfanne kein Krümmelchen zu finden), ergriffen die Teilnehmer jeweils eine Pfanne, schaufelten, siebten und  wuschen sie aus. Es dauerte auch gar nicht lange, bis sich die ersten Funde einstellten. Sie waren winzig klein: Goldstaub!

Daraufhin wechselten wir den Grabungsplatz, buddelten ein paar Meter oberhalb in einer bereits von mir vorgegrabenen Stelle – und siehe ja, ab sofort hatten die Goldstückchen Durchmesser von bis zu einem Millimeter und darüber. Die richtige Fundstelle war gefunden.

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Gleich nach der Mittagspause (es gab jede Menge Grillwürstchen sowie Salate und natürlich Erfrischungsgetränke) wurden die Waschrinnen in die Strömung gelegt. Und wer wollte, konnte nun seine Ausbeute um einiges erhöhen. Während die einen die wohlverdiente Pause verlängerten, ergriffen andere die Chance, füllten die Rinnen mit ausgesiebtem Sand. Das Reinwaschen des verbliebenen Konzentrates übernahm ich, damit auch wirklich kein einziges Goldstücken verloren ging.

Auch heute verging die Zeit viel zu schnell. Doch irgendwann ist selbst der schönste Tag vorüber. Der Abend nahte, was für mich das übliche Aufräumen bedeutete: alle Pfannen, Schaufeln und Siebe putzen, die Grillstelle ablöschen und entfernen… Aber in Gedanken war ich schon beim nächsten Goldwaschtag. Und der wird in einer Woche sein. Hoffentlich wieder mit so netten Teilnehmern und einem goldigen Sommertag…


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4 Kommentare

  1. Danke für den tollen Tag!
    Es war einfach klasse:
    -das Erklären wie und wo das Gold her kommt
    -warum sich das Gold in der Pfanne absetzt usw.
    -das Pfannen schwenken/ Goldwaschen.
    Ich kann nur jedem empfehlen, den Kurs einmal mitzumachen. Er ist super spannend und auch schweißtreibend, wenn einen das Goldfieber gepackt hat, einfach empfehlenswert.

    Liebe Grüße
    Dieter H.

    1. Hallo liebe Martina,
      danke, danke… Es war sehr schön mit Euch. Vielleicht sieht man sich ja wieder irgendwo am Rhein – beim Goldwaschen!

  2. Die Bietigheimer (und auch Schwaben)
    Wir hatten einen wunderschönen Tag,
    Herr Andorf ist ein sehr netter und geduldiger Lehrer des Goldschürfens. Seine Geschichten sind sehr unterhaltsam und nie langweilig.
    Einziger Kritikpunkt ist, das dieser schöne Tag viel zu schnell zu Ende gegangen ist 🙂
    Viele Grüße von der Enz an den Rhein!

    1. Lieber Thomas,
      vielen Dank für die Lorbeeren. Bei Deinem Kritikpunkt muss ich Dir zustimmen: Die Zeit geht einfach viel zu schnell vorüber. Im Nu ist ein Tag vorüber. Erst recht, wenn man so netten Leuten wie Ihr das Goldwaschen zeigen darf.
      Goldige Grüße an die schöne Enz!

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