Goldwaschen am Rhein 15.07.2018

Der Himmel hatte ein Einsehen mit den Goldsuchern

Es war ein ganz und gar ungewöhnlicher Goldwaschtag. Und dennoch war er schön. Zahlreiche andere Goldsucher hatten sich bereits auf der Waschbank südlich von Neuenburg eingefunden, als wir eintrafen. Die Grabungsstelle, die ich an den Vortagen eröffnet hatte und wo ich mir größere Funde, war von anderen entdeckt worden. Und dennoch: Wir erlebten einen traumhaft schönen Tag. Natürlich mit etlichen Goldfunden.

Schon beim Start zu diesem Goldwaschtag türmten sich einige Hindernisse auf. Zunächst war die Zufahrt zu den Parkplätzen beim Neuenburger Rathaus sowie der Kirche wegen des an diesem Wochenende stattfindenden Nepomuk-Volksfestes komplett gesperrt worden. Und beim eigentlichen Treffpunkt, vor dem Rathaus, fand just zum Zeitpunkt, als ich die Teilnehmer abholte, ein Gottesdienst statt. Damit nicht genug: Ein Goldwaschen war direkt  bei Neuenburg wegen des erhöhten Wasserstandes ebenso nicht möglich. Irgendwie hatte ich das am Tag zuvor befürchtet und deswegen den Platz südlich von Neuenburg ausgewählt.

Am Goldwaschplatz südlich von Neuenburg eingetroffen, traute ich meinen Augen nicht Zahlreiche andere Goldsucher waren bereits vor Ort und wetteiferten um die besten Funde. Kein Problem, versuchte ich mich selbst zu beruhigen, schließlich kenne ich diesen Uferabschnitt wie meine Westentasche und eröffnete kurzerhand eine neue Waschstelle.

Es dauerte gar nicht lange, bis wir das erste Gold in der Pfanne hatten. Was für ein Anblick, wenn das Gold in der Pfanne glänzt.

Damit jeder Teilnehmer schnellstmöglich sein eigenes, erstes Gold fand, hieß es nun für alle, die richtige Waschtechnik einzuüben. Und siehe da, schon wurden ohne meine Mithilfe auch Flitterchen gefunden. Zunächst nur einzelne, dann immer mehr.

Glücklich wurde am neuen „Basislager“ die Mittagspause eingeläutet. Dabei kündigte ich an, anschließend würden wir nicht mehr mit der Pfanne, sondern mit der Waschrinne nach dem wertvollen Metall suchen und somit die Ausbeute erhöhen.

Während der Pause erreichte mich der Anruf einer Journalistin. Wir hatten schon am Vortag telefoniert und wollte unbedingt zu uns stoßen, den Goldwäschern bei der Arbeit zusehen, Bilder zu machen und etwas darüber schreiben. Nicht für eine Zeitung, sondern für ein Buchprojekt eines namhaften Reiseführer-Verlages. Sie schoss zahlreiche Bilder und war erstaunt, wie rasch man Gold finden kann.

Am Nachmittag verdunkelte sich ringsherum der Himmel. Im Süden über Basel, im Westen über den Vogesen, im Norden in Richtung Neuenburg und Freiburg sowie östlich von uns am Schwarzwaldrand türmten sich pechschwarze Wolken auf. Donnergrollen war zu hören. Nur wir, die Goldsucher vom Rhein, standen im schönsten Sonnenschein. Der Himmel hatte ein Einsehen mit uns, ließ uns bis zum offiziellen Ende des Goldwaschkurses gewähren. Übrigens, erst nachdem ich alle Teilnehmer verabschiedet und den Platz wieder aufgeräumt hatte, schloss sich über dem Rhein die Wolkendecke und bescherte mir einen kurzen, kühlenden Nieselregen.


Goldsuche am Rhein auf Goldsucher.de 

6 Kommentare

  1. Lieber Franz,

    das war wirklich ein tolles Erlebnis, mit dir am Rhein letztes Wochenende… Danke!

    Liebe Grüße,
    Jenny und Jonathan

    1. Liebe Jenny, lieber Jonathan, ja, es war ein toller Tag. Mit Euch allen hat es einfach Spaß gemacht. Und dass er so schön verlief, liegt in erster Linie an Euch selbst., Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!

  2. Lieber Franz,
    das Goldsuchen war ein tolles Erlebnis, alles hat gestimmt!
    Gerne empfehle ich Deine Veranstaltungen weiter!
    Herzlichen Dank von Ariane, Thomas und Ute

    1. Hallo liebe Ute, ich freue mich sehr, dass Euch das Goldwaschen gefallen hat. Wenn ich heute darüber nachdenke: Petrus hatte uns allen einen super sonnigen Tag beschert, obwohl außen herum der Himmel pechschwarz und ringsherum Donnergrollen zu hören war. Nur wir standen wie auf einer lichtdurchfluteten Insel. Das war eine Fügung. Goldige Grüße ins schöne Staufen!

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